Quick-Start: Twitter für Anfänger

Quick-Start Guide
 für Anfänger

Zur Einführung – wenn auch auf privates Umfeld verkürzt, ist immer noch ‚Twitter in Plain English‘ auf Youtube gut:

Twitter ist aber freilich kein rein privates Nachrichtenmedium. Ganz zu Beginn ist es deshalb empfehlenswert zu überlegen, wofür man Twitter nutzen möchte und dabei zu berücksichtigen, dass aus dem, was man tut und von sich gibt ein Bild entsteht. Dieses Bild ist Teil der eigenen digitalen Identität – und bei Twitter ist das deshalb wichtig, weil die Posts von Suchmaschinen indiziert werden – und so oft noch lange Zeit gefunden werden, auch wenn sie auf  Twitter selbst längst nicht mehr gelistet sind.

Wofür kann man Twitter also verwenden?

  1. Twitter privat: Für persönliche Interessen, Information, für’s Kontakthalten mit Leuten, die man kennt, schätzt oder die einen interessieren, deren Meinung oder Information man interessant findet, mit Leuten, die gleiche Interessen teilen, usw. Auch in Bezug auf News aus Politik, Wirtschaft, Technik usw ist Twitter eine sehr „schnelle“ Quelle: oftmals erscheinen Informationen auf Twitter früher als in den Nachrichten. Dazu ist es aber nötig, die „richtigen“ Personen oder Schlagworte zu finden, um diese aktuellen Inhalte auch abrufen zu können. Dazu später mehr.
  2. Twitter als Teil der Unternehmenskommunikation. Details dazu führen in einem Anfänger-Tutorial zu weit, dazu in einem späteren Blogpost mehr. Nur so viel vorab: Hardselling, also direkte Ansprache von anderen ist tabu – man erntet Verärgerung. Diese Art des Marketings ist nicht mehr zeitgemäß. Wofür Twitter in der Unternehmenskommunikation aber sehr gut verwendet werden kann ist um festzustellen, was (mögliche) Kunden interessiert, ärgert, was sie brauchen, was sie gut finden würden (Marktforschung und Innovation 2.0), zum sympathischen, transparenten Lösen von Beschwerden und Problemen (CRM 2.0), zur Kommunikation auf Augenhöhe, usw.

Empfehlenswert zu Beginn – eine Mini Checkliste:

  • Finde Leute, die Du kennst oder die Dich interessieren – und folge ihnen.
  • Zuhören: Lese einfach einmal eine Zeitlang mit und lerne von anderen, so entwickelt man ein Gefühl für die Art der Sprache und Inhalte auf  Twitter.
  • Finde Inhalte: Suche auf  Twitter nach den Themen und Schlagwörtern, die Dich interessieren, so findest Du auch weitere interessante Twitternutzer, denen Du folgen kannst, die Deine Interessen teilen.
  • Lerne die Twitter Lingo und die für Twitter typischen Abkürzungen:

Twitter ist anfangs vielleicht durch die Lingo etwas verwirrend, deshalb hier ein kleines

Twitter Begriffe Lexikon:

Tweet:
Twitter Nachricht, beschränkt auf 140 Zeichen.
Tipp: Reicht der Platz in Einzelfällen (!) nicht aus, bietet sich der Gratisdienst twitlonger an, der aus längeren Texten eine verkürzte Version generiert und mit einem Link versieht, sodass andere Nutzer dort den gesamten Text nachlesen können.

Retweet:
Verbreitet den Tweet eines anderen unverändert zu den eigenen Followern. Derjenige, dessen Tweet retweetet wird, sieht das meistens: eine von vielen Möglichkeiten mitzuverfolgen, wer welche Tweets retweetet oder favorisiert, bietet der Gratisdienst favstar.fm.

Hashtags, tags #:
Beschlagwortung auf  Twitter wird mit sogenannten Hashtags (dem Rautesymbol #) gemacht. Soll eine bestimmte Nachricht einem bestimmten Thema zugeordnet werden (damit es für andere einfacher auffindbar ist), so verschlagwortet man auf Twitter z.B. so: „Just arrived in Tokyo for the Public Relations Conference #PR #communications“. Einfach ein bißchen bei anderen mitlesen und abschauen. Dabei finden sich bestimmt auch lustige Hashtags wie z.B. #duckundweg. Spaß ist auf Twitter und anderen Social Media Plattformen der besondere Mehrwert, der für viele Nutzer die zentrale Freude ausmacht. Als rein stoischer Nachrichtendienst wäre Twitter wohl nicht so erfolgreich geworden …

Antworten und Zitieren @:
Antwortet man auf einen Tweet (meist über den Reply Button unterhalb eines Tweets), wird der Verfasser zitiert,  indem seinem Twitternamen (Alias) ein „@“ vorangestellt wird: @annamayer. Ohne zu antworten, sondern um direkt einen anderen Nutzer anzusprechen oder auf etwas aufmerksam zu machen, wird auf die gleiche Weise zitiert. Der Verfasser sieht das dann in seinem Karteireiter @Erwähnungen oder @mentions. Neben der Antwort erscheint auch eine kleine Sprechblase, dahinter verbirgt sich die Vorkorrespondenz. Diese Funktion steht allen zur Verfügung, d.h. auch andere Twitternutzer können Deinen kompletten Kommunikationsverlauf sehen (es sei denn, Du verwendest ein geschütztes/privates Profil – mehr dazu in den Einstellungen von Twitter). Prinzipiell sehen alle Nutzer alle Tweets (ausser jene von privaten Profilen). Andere können Dich suchen und damit alles nachvollziehen, was Du mit wem auch immer schreibst. Alles ist öffentlich, ausser eben Direktnachrichten.

Direktnachrichten:
Über die Nachrichtenfunktion können jene Twitternutzer kontaktiert werden, die Deinem Account folgen. Personen, die Dir nicht folgen, können also per Direktnachricht nicht erreicht werden.

Der Twitter „Stil“ – wieviele und welche Tweets in welcher Zeit?
Auch wenn es oft behauptet wird: es gibt keinen Twitter Stil, der „vorgeschrieben“ wäre. Wichtig ist, dass Dein Stil den Personen entspricht, die Du erreichen willst. Gefällt jemandem Dein Stil nicht, wird er Dir nicht (mehr) folgen. Das Folgen auf  Twitter ist ja eine freiwillige Angelegenheit – d.h. wenn die Dinge, die Du postest, für andere interessant sind und für deren Geschmack die richtige Menge, dann werden sie folgen. Jeder hat deshalb jene Follower, die zu ihm passen – und die anderen nicht.
Du musst anderen auch nicht folgen, um deren Tweets lesen zu können: Durch Eingabe von deren Twitternamen ins Suchfeld oder durch Anklicken des Profils kannst du deren Postings anzeigen und nachverfolgen.
Es gibt ganz verschiedene Twitter Stile, von einem Tweet pro Monat bis zu 10 Tweets in der Stunde, was schon fast Chat Charakter hat. Manche Twitter Zielgruppen wollen nur „Content“ lesen, also Hinweise auf interessante Artikel etc., andere verwenden Twitter für eine Art öffentlichen Chat mit einer Vielzahl von Personen. Letztere kommen dann schon durchaus einmal auf ein paar Dutzend Tweets pro Stunde. Alle jedoch haben aber natürlich ihre Berechtigung auf Twitter.
Manche Twitternutzer sind von einer großen Fülle von Tweets überfordert, andere haben ihre Suchbegriffe und Listen (siehe „Twitter Listen“) so organisiert, dass sie themen- und personenspezifisch durch diese Filter gezielt nachlesen können und haben deshalb mit großen Mengen von Tweets kein Problem. Aber: all das ist Geschmackssache – und wer’s drauf anlegt, in einer bestimmten Community „gefolgt“ zu werden, sieht sich am besten an, wie dort die Gepflogenheiten sind.

Twitter Listen
Listen anzulegen (funktioniert einfach und selbsterklärend im Karteireiter „Listen“) ist emfpehlenswert, um nach Interessensgebieten, nach Freundeskreisen usw.  gezielt bestimmte Inhalte nachlesen zu können. Listen haben für fortgeschrittene Nutzer noch weitere Vorteile, dazu in einem folgenden Post dann mehr, das würde hier zu weit führen.

Bilder auf Twitter: Twitpic
Der Dienst twitpic.com bietet die Möglichkeit, Bilder hochzuladen und zusammen mit einem selbstgewählten Text als Tweet zu verschicken. Du erhältst auch eine E-Mail Adresse, an die Du Bilder per E-Mail schicken kannst, die dann als Tweet abgesetzt werden – was besonders von unterwegs via smartphone praktisch ist.

Shortlinks
Twitter ist durch die Limiterung auf 140 Zeichen nicht nur eine Herausforderung beim Texten smarter Nachrichten, sondern auch beim Verschicken von Links. Deshalb bieten sich Link Shortener Dienste wie z.B. bit.ly oder tinyurl.com dafür an, lange Weblinks auf twitterverträgliche Länge zu kürzen.

Twitter Clients
Für bequemere Übersicht und Nutzung bieten sich z.B. HootSuite oder TweetDeck an. Einfach mal reinschauen und ausprobieren. Auch hier sind die Geschmäcker verschieden, manche schwören drauf, andere finden’s mühsam …

ASCII Art & Emoticons
Wegen des „Platzmangels“, aber auch weil’s ab und zu nett und passend ist, können aus Zeichen Symbole zusammengestellt werden, z.B. ~~~~~~><((((º> ~~~~~~. Eine einfache Übersicht findet sich hier.
Die für SMS bereits bekannten Emoticons 😀 finden auch auf Twitter Verwendung. Eine gute Liste bietet diese Seite.

Twitter Hilfe Seiten
… recht nützlich, gut geschrieben und empfehlenswert: https://support.twitter.com/

Wenn es Fragen gibt, gerne hier posten, ich ergänze bei Bedarf gerne diesen Text, wenn es Tipps für Anfänger sind. Weiterführende Fragen lasse ich dann in den nächsten Post für Fortgeschrittene einfließen.

Du findest mich auf  Twitter unter dem Namen @othertwice oder unter dem Suchbegriff Isabella Mader – ich freue mich über Deine erste Nachricht ;-).

Viel Spaß!

Isabella Mader

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: