US Cloud Anbieter: oder der effiziente Selbstbedienungsladen

Die beliebtesten Irrtümer in diesem Zusammenhang gleich vorweg:

„Unser Cloud-Provider hat ohnedies eine Niederlassung in Deutschland. Ist doch egal, wo die Headquarters sind.“ FALSCH
„Unsere Server stehen in Deutschland. Ist doch egal, wo die Headquarters unseres Hosters sind.“ FALSCH
„In dieser riesigen Datenflut findet doch niemand mehr etwas.“ FALSCH, es ist geradezu das Big Data Paradies.
„Ich habe doch gewusst, weshalb ich nicht auf Facebook und dem Zeug bin, mich betrifft das daher nicht.“ FALSCH

Ich schreibe diesen Beitrag auf dringenden Wunsch von Freunden, weil ganz offensichtlich haarsträubende Irrtümer und Missverständnisse im Umfeld von Cloud, Hosting und sonstigen Infrastrukturdienstleistungen inkl. Big Data bestehen, die unangenehme rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen haben können. Ich bringe diese Inhalte seit 2007 in meinen Vorlesungen. Bis vor kurzem bisweilen mit großen Augen des Staunens und schon auch einmal mit dem Hintergedanken der Zuhörer bedacht, ob das nicht vielleicht doch nur eine schöne Verschwörungstheorie sein könnte. Dieser Zweifel ist inzwischen öffentlich aufgeklärt.

Nun denn. Die Fakten voraus.

Unternehmen mit Headquarters in den USA unterliegen US Recht (Überraschung!)

Damit können diese insbesondere bspw. den Anforderungen des Datenschutzrechts in Deutschland oder Österreich nicht genügen. Einerseits unterliegen sie dem so genannten Patriot Act, der sie (unter im Vergleich zu Europa hervorragend vereinfachten Bedingungen) zur Herausgabe von Daten an US Behörden zwingt. Von einem solchen Vorgang würden Sie als Kunde eines solchen Unternehmens freilich nicht informiert. Weshalb auch? Dadurch, dass diese Unternehmen einer solchen Regelung im US Recht unterliegen, können sie andererseits die klar schärferen Bedingungen des deutschen Datenschutzrechts nicht einhalten. Zusicherungen, dass diese Unternehmen die Datenschutz-Standards von Deutschland oder Österreich einhalten würden, sind schon allein aus diesem Grund Makulatur. Das ist gar nicht möglich: ein Unternehmen, das US Recht unterliegt, kann vertraglich selbstverständlich nicht zusichern, sich nicht an US Recht zu halten. Allein die Vorstellung ist absurd. Dennoch: dies ist gängige Praxis. Vermutlich sind nicht zu wenige darauf hereingefallen.
Inzwischen beginnen US Behörden auch jene Unternehmen mit Forderungen zur Datenherausgabe zu belagern, die nur Zweigniederlassungen in den USA haben – und ihre Headquarters anderswo.
Der Ehrenrettung halber muss man sagen, dass es sich hierbei nicht um Breitenwissen handelt – noch nicht, aber hoffentlich bald. Mit ein Grund, weshalb ich diesen Beitrag schreibe, um Anwender, insbesondere Corporate Kunden vor Schaden zu bewahren.

Eine Niederlassung in Europa oder ein Serverstandort in Europa reichen nicht. Prüfen Sie, wo die Headquarters sind.

Hat ein US Unternehmen eine Zweigniederlassung, also bspw eine GmbH in Deutschland, die einen Serverstandort in Deutschland betreibt – so unterliegt dieser Anbieter dennoch auch mit seinen in Deutschland betriebenen Geschäften und Daten US Recht, zumindest nach der Interpretation der US Behörden – womit dem Zugriff auf Ihre Daten Tür und Tor geöffnet ist.

Unternehmen in den USA erscheinen im Lichte der jüngsten Enthüllungen in einem rechtsfreien Raum der Selbstbedienung

Ganz offenbar haben US-Unternehmen den US-Behörden Zugänge erleichtert und Firewalls geöffnet. Man will es sich schließlich mit den Behörden nicht verscherzen (siehe Artikel „US Datenskandal gefährdet Wirtschaftswachstum in Europa“). Rechtsanwalt Thomas Stadler informiert in seinem Blog darüber, dass Netzpolitik.org am 23.7. einen Vertrag zwischen der deutschen Telekom und Voicestream (Vorgänger von T-Mobile USA) einerseits und dem FBI und dem US-Justizministerium andererseits geleakt hat. In diesem Vertrag verpflichtet sich die Telekom, ihre gesamte US-Infrastruktur so zu konfigurieren, dass eine effektive Überwachung durch US-Behörden möglich ist. Der Vertrag stammt aus dem Jahr 2001 (siehe: Link zum Artikel „Telekom hat Überwachungsvereinbarung mit FBI und US Justizministerium geschlossen„). Deutschland selbst dürfte freilich ebenfalls nicht überrascht tun, wie inzwischen auch bekannt ist: Deutschland unterhält zum Zwecke der Bespitzelung seiner Bürger bilaterale Abkommen mit den USA (Link). Diese Abkommen sollten freilich das Licht der Öffentlichkeit nicht erreichen und es ist auch nicht meine Aufgabe zu beurteilen, gegen welche Rechtsnorm mit dem Abschluss eines solchen Abkommens verstoßen wurde. Einem Drittstaat per Vertrag die Bespitzelung der eigenen Bürger zu erleichtern, ist allerdings schon wirklich ein starkes Stück. Wenngleich: überraschend ist dies freilich dennoch nicht.

lavabitEin krasses Beispiel für die Nötigung, die von US Behörden ausgeht, lieferte nun der verschlüsselte E-Mail Dienst Lavabit.com – dessen Gründer und CEO Ladar Levison schließt das Service mit mutigen Worten und Taten:
„I would _strongly_ recommend against anyone trusting their private data to a company with physical ties to the United States.“ Ein Held: Levison gibt damit fast 10 Jahre harte Arbeit auf. Es gibt eben Werte, die schwerer wiegen. Respekt.
Erklärung live lesen: Link.

Kurz danach geht mit Silent Circle der nächste sichere E-Mail Provider gleich einmal präventiv offline: Chapeau.
http://silentcircle.wordpress.com/2013/08/09/to-our-customers/.

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Nun die Tipps.

Welche Anbieter sind vor unverblümtem Datenzugriff sicher?

Bei der Wahl Ihres Anbieters achten Sie auf folgende Merkmale:

  • Handelt es sich um ein Unternehmen mit Headquarters in einem Land mit Rechtssicherheit und einem starken Datenschutzrecht?
    Nach der Papierform wären hier beispielsweise Deutschland oder Österreich geeignet. Dass deutsche Behörden und Telekommunikationsdienstleister Verträge haben (s.o.), die Bespitzelung bilateral mit den USA regeln, wirft ein fragwürdiges Licht auf Deutschland – Illusionen über derlei Konstrukte in anderen Staaten sind jedoch ebenfalls nicht angebracht.
    Dennoch muss man Gesetzgeber insbesondere im Hinblick auf Verfassung, Grundrecht und Datenschutzrecht ernst nehmen. Insofern DÜRFEN US-Behörden auf Daten von US-Unternehmen unter rechtlich stark vereinfachten Bedingungen zugreifen. Deutsche Behörden dürfen dies nur unter relativ erschwerten Bedingungen.
    Nun könnte man vermeinen, es wäre ohnedies egal, wo gehostet wird, wenn sowieso überall abgesogen würde. Nein, das ist es nicht. Deutschland muss sich ja de facto (zumindest theoretisch) an seine eigenen Gesetze und Normen halten. Hier kann also die Einstellung derartiger Überwachung eingefordert werden. In den USA kann es das nicht – dort ist es sogar gesetzlich geregelt.
  • Handelt es sich um ein Unternehmen, das keine Niederlassungen in den USA hat?
    Aktuell noch nicht konkret geregelt, jedoch in der Praxis bereits problematisch: auch Unternehmen mit Headquarters außerhalb der USA, jedoch mit Niederlassungen in den USA, haben aktuell den Wunsch nach Zugriff vorliegen und gewähren diesen unter Umständen bereits. Überprüfen lässt sich dies aber natürlich leider nicht.
  • Um sicher zu gehen: Wechseln Sie zu einem europäischen, nicht-irischen Anbieter
    Weshalb? Irland hat ein absolut zahnloses Datenschutzrecht, nicht umsonst sind dort die Niederlassungen diverser US Großanbieter zu finden. 10 % der Kunden von US-Cloud Anbietern haben bereits gewechselt (Link). Entsprechend einer aktuellen Umfrage wollen 56% abspringen. (Link). Im Lichte der aktuellen Entwicklungen würde sich das auch dringend empfehlen, um sich vor Klagen zu schützen.

Aktueller Fall XING

Der Business-Netzwerk Anbieter XING ist aktuell mit einem solchen Fall in der online Kommunikation befasst und mit massiven Anwürfen von Kunden und der online Community und einem ersten Rechtsstreit konfrontiert. Im Unterschied zu LinkedIn beruft sich XING auf den strengen deutschen Datenschutz, hat aber zur Datenverarbeitung den US Anbieter Akamai unter Vertrag. Bestimmt haben jedoch Kunden XING unter anderem auch deshalb gewählt, weil sie sich dem US Anbieter LinkedIn aus genau diesen Gründen nicht aussetzen wollten.
Leider verhält sich XING in der online Kommunikation diesbezüglich extrem ungeschickt und verspielt damit klar den letzten noch verbliebenen Wettbewerbsvorteil gegenüber LinkedIn. XING versucht sich darauf auszureden, man würde ja sichere Verschlüsselung verwenden (das ist völlig unerheblich, wenn die Daten auf US Rechnern liegen, unterliegen sie dort der Selbstbedienung – wie sie übertragen wurden ist freilich nebensächlich – und: wurden sie mit einem US Verschlüsselungsdienst verschlüsselt? Oh. Ja, Sie ahnen richtig.). Weiters versucht sich XING darauf auszureden, Akamai hätte vertraglich zugesichert, sich an deutsches Datenschutzrecht zu halten. Dies ist freilich nicht mehr als ein origineller Versuch: Akamai KANN als US Unternehmen wohl kaum vertraglich zusichern, gegen US Recht zu verstoßen.  Als nächstes formulierte XING, man hätte Akamai um Stellungnahme gebeten. Es stellt sich freilich die Frage, was man sich davon erwarten kann. Vielleicht: „Ausnahmsweise, aber nur für XING, halten wir uns nicht an amerikanisches Recht.“ Fazit: Die de facto einzig mögliche Reaktion von XING wäre, im Lichte der neuen Erkenntnisse unmittelbar, so wie bereits 10% der Kunden von US-Cloud Anbietern, den Vertrag bei Akamai zu kündigen (auch vorzeitig) und beispielsweise einen deutschen Anbieter zu verpflichten. Bislang hat sich XING in der Diskussion mit Nutzern und Kunden leider allerdings äußerst ungeschickt verhalten. Es handelt sich dabei jedoch nicht um originelle Unternehmenskommunikation, sondern um ein handfestes, rechtliches Problem. Ein laufendes Gerichtsverfahren ist mir bereits bekannt. Ich gehe eigentlich davon aus, dass eine ganze Reihe weiterer folgen werden. Eine Sammelklage von XING Nutzern ist ebenfalls in Vorbereitung, wie wir in der öffentlichen Diskussion auf Twitter erfahren konnten.
XING hat mit LinkedIn ohnedies einen übermächtigen Konkurrenten und könnte genau diesen Punkt nun für sich nutzen. Manchmal kommen gute Lösungen ja auch daraus, dass man ein Problem geschickt gelöst und für sich genutzt hat. Momentan sieht es leider nicht danach aus – man verscherzt es sich mit jedem Tag des Zögerns mit den Kunden weiter.

Die aktuelle Datenschutz-Diskussion zu XING hat sogar XING noch selbst gestartet, um online gleich auch die Ohrfeigen abzuholen: http://blog.xing.com/2013/08/xing-datenschutz-made-in-germany/ Statt das Problem zu lösen, bastelte sich XING ein handgestricktes Datenschutzemblem und wirbt noch dreist mit deutschem Datenschutz … schon ein starkes Stück. Viel ungeschickter kann man hier wirklich nicht mehr vorgehen.

Den Beginn der bisherigen Online-Diskussion zum Thema hat Michael Rajiv Shah hier zum Nachlesen zusammengetragen: http://storify.com/networkfindercc/xing-and-akamai-patriot-act

Den Fall gegen XING angestossen hat die Pretioso GmbH, die bereits vor den aktuellen Enthüllungen des „Datagate“ die Probleme aufzeigte, die durch das Beauftragen von US-Cloud- und Technologieanbietern entstehen. Sehr, sehr löblich. Hier die Quelle zu dem Fall, der die Sache im Umfeld von XING ins Rollen brachte: Link.

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Hier noch ein paar einfache Fragen:

Verschlüsselung – ein Placebo?
Verschlüsselung und verschlüsselte Übertragung schützt nicht vor dem Zugriff der US-Behörden und anderer „Agenturen“ im rechtsfreien Raum. Aha? Kennen Sie einen relevanten Verschlüsselungsdienst bzw. Verschlüsselungszertifikate wie Verisign o.ä., der nicht in den USA angesiedelt ist? Nein? Bestimmt ein Zufall. Verisign ist einer der zentralen weltweiten Verschlüsselungsdienste, war aber auch jene Agentur, die Wikileaks vom Netz genommen hat (woraufhin diese auf eine .ch Domain ausweichen mussten). Was sagt uns das …?

Kennen Sie ACXIOM? Nein? Macht nichts. ACXIOM kennt Sie. ACXIOM sind: die Besserwisser.
Sie wollen ohnedies nicht im Web teilnehmen oder in sozialen Netzwerken kommunizieren. Das macht gar nichts. Sie sind schon da. Sobald ein Bild von Ihnen – vielleicht von einem öffentlichen Empfang oder von einem Schulabschluss … im Web auftaucht, sind Sie im Profiling, d.h. zu Ihnen gehörende Daten und Informationen werden gesammelt und Ihrem Profil subsumiert. 44 Millionen Deutsche und und 300 Millionen Amerikaner haben auf ACXIOM ein Profil, das andere für Sie pflegen. Wie praktisch. Orignielle Stellungnahmen dazu, die mich immer wieder erreichten, lauten dann: in den riesigen Datenmengen findet doch niemand mehr etwas. Natürlich, wenn man davon ausgeht, dass Benjamin, der NSASommerpraktikant , händisch Ihr Facebookprofil durchblättert, dann schon.
Das gesamte Web wird von Software „durchgeblättert“, die u.a. aufgrund biometrischer Analyse feststellt, ob das Wiesen-Foto, in das Sie sich schlau auf Facebook getaggt haben, tatsächlich Sie abbildet und welche der Informationen über Sie korrekt sein können oder nicht. Big Data Programme wie Autonomy, Prism o.ä. können so etwas mit einer über 90%igen Korrektheitsquote.
Wo wird so etwas gespeichert? Zum Beispiel hier, bei ACXIOM – legal also auch in Deutschland. ACXIOM erhebt diese Daten freilich rein zu Marketingzwecken. Wie beruhigend. (Artikel: http://www.zeit.de/2013/28/acxiom).

Der Wert von Facebooks öffentlichen Stellungnahmen: Null.
Man fordert Klarstellung von Facebook und man bekommt sie. Facebook gibt bekannt, es habe im zweiten Halbjahr 2012 zwischen 9.000 und 10.000 Anfragen öffentlicher Stellen beantwortet.
Wir sind beeindruckt, denn Facebook hat das ja selbst bekannt gegeben … (Link). Nun stellt sich die Frage: Wurde diese Zahl gewürfelt? Freilich handelt es sich dabei um einen beliebigen Wert von Nullrelevanz. Sie hätten auch 328.441 sagen können oder 4,315 oder 13. Solche Bekanntgaben haben keinerlei Wert. Wer würde das überprüfen wollen oder können?

INDECT: EU-geförderte Überwachung
INDECT ist ein Forschungsprogramm, das die Überwachungsmöglichkeiten von öffentlichen Plätzen beforschen soll. Es wird von der EU im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms gefördert (Link). In London ist die flächendeckende Überwachung inzwischen in einer Weise elaboriert, dass softwarebasiert alle Bewegungen von Personen nachverfolgbar sind, aus welchem Haus sie kamen, in welches sie gingen. Im Umfeld der Ausschreitungen in London konnten 6000 Personen binnen weniger Tage dingfest gemacht werden. Interessant, nicht wahr? Für alle, die sich über diese effiziente Polizeiarbeit freuen: Dies könnte freilich für unbescholtene Bürger ebenfalls eingesetzt werden. Alles natürlich unter dem Titel der Sicherheit. Mitch Wagner spricht in seinem Beitrag von „Daten-Totalitarismus“.
Eine biometrische Erkennung in der Software macht es möglich, dass der Weg einer Person von einem Haus durch die ganze Stadt in ein anderes Haus und wieder zurück komfortabel von der Software ausgewertet und personalisiert als Profiling gespeichert wird.
Und jetzt fragen Sie sich vielleicht, weshalb wir alle biometrische Pässe brauchen.

Kann es sein, dass Cloud ein Selbstbedienungsladen für Industriespionage ist?
Ja, das kann sein.  Unternehmen, die im Umfeld von Industrie und Technologie tätig sind und vermeiden wollen, dass ihre vertraulichen Dokumente in falsche Hände geraten, sind hier gefordert. Es gibt sogar Anbieter, die ihre Anlagen und Konstruktionspläne nicht einmal als Patent einreichen, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, kopiert zu werden.
Die Frage: Kann es sein, dass Cloud ein Selbstbedienungsladen für Industriespionage ist? sollte sich auf die Auswahl von Hosting, Cloud-Anbietern wie z.B. Dokumentenmanagement oder CRM auswirken usw. – oder wollen Sie Ihre Kundendaten und Konstruktionspläne frei Haus liefern?

Whitelist:
Liste der deutschen/österreichischen/schweizerischen Anbieter – rolling document

Ich beginne hier eine Liste der unbedenklichen Anbieter, gerne arbeite ich Nennungen und Feedback laufend ein …

Hosting (hochperformant):
InterXion www.interxion.com – in diesem Knoten hängen eigentlich alle Ö Hoster (Schwäche: Niederlassung in Irland)
DomainFactory www.df.eu
Kapsch www.kapsch.net
internex www.internex.at
Silver Server www.sil.at
Proteger www.proteger.at

CRM:
QUISA www.quisa.eu/
Combit www.combit.net
CRM Mozilo (aus Deutschland) mozilo.de
eindeutig US Recht unterliegend: Salesforce www.salesforce.com, Highriseq www.highriseq.com

Dokumentenmanagement / DMS:
Docuware www.docuware.com
eindeutig US Recht unterliegender Cloud DMS Anbieter: EMC www.emc.com

Enterprise Search:
Intrafind www.intrafind.de

Verschlüsselung
CAcert mit Serverstandort Niederlande, Hauptsitz in Neusüdwales. cacert.org (bitte dazu um Feedback, Prüfung läuft)

Mobile Security
Pretioso www.pretioso.com

Hochsicherheitsdienstleister in der IT
AirITSystems – Hannover, Köln, Berlin, Frankfurt (Tochter von Fraport und Land Niedersachsen) www.airitsystems.de/
direkt gruppe – Hamburg, Köln – normales deutsches Systemhaus www.direkt-gruppe.de/
ocha GmbH – Bern, Zürich, Solothurn – führender Schweizer Mobility Consulter www.ocha.ch
Datamo www.datomo.de – sichere mobile Lösungen aus Deutschland
Certgate GmbH – Nürnberg, www.certgate.com, führender Hersteller von kryptographischen Micro SD-Karten (Teil vom Simko 2 und 3 -> Merkel-Phone)
Gecko GmbH – Rostock – Systemhaus mit hochsicherem D-Hosting www.gecko.de

cartoon from 2008 - CC BY 20 EFF Tom Erikson 2787417211_1e5a6b462d_o

Foto: Tom Erikson http://www.tomerikson.com vor einem wandgroßen Cartoon, das er am 15. August 2008 (!) im Mission Cultural Center in San Francisco fertig stellte.

Weitere Quellen und empfohlene Literatur:
EFF Electronic Frontier Foundation www.eff.org
„Schmutzwäsche durch digitale Wäscheschleuder“ HORIZONT, Beitrag von Walter Braun
A Call to Boycott U.S. Tech Platforms Over the NSA’s PRISM Surveillance“ by Gerd Leonhard, Harvard Business Review Blog Network
Should Europeans Boycott American Cloud Providers?“ by Mitch Wagner (zitiert den obigen Beitrag)
US Cloud Firms face Backlash from US Spy Programms“ COMPUTERWORLD UK
US Datenskandal gefährdet Wirtschaftswachstum in Europa“ DiePresse, Gastkommentar, Rudolf J. Melzer
Amerika DARF Deutsche abhören“ Die Zeit, 6.7.2013 über einen Vertrag USA/Deutschland aus 1989 (!)
NSAliefert BND (Bundesnachrichtendienst) Werkzeuge für Lauschangriff“ SPIEGEL 7.7.2013
Telekom hat Überwachungsvereinbarung mit FBI und US-Justizministerium“ Blog von RA Thomas Stadler
XING lernt aus PRISM nicht — XING nutzt wei­ter US-​Server und ver­stößt hier­durch per­ma­nent gegen deut­schen Datenschutz“ Pretioso GmbH Blog – Datenschutz Klage
XING & Akamai (Patriot Act): laut Pretosio GmbH wurde beim Ham­bur­ger Daten­schutz­be­auf­trag­ten unter dem Akten­zei­chen D32/​2012/​492 ein Groß­ver­fah­ren gegen XING eingeleitet.“ Storify Beitrag von Michael Rajiv Shah

Hinweis: Diese Seite hat eine Freigabefunktion für Kommentare (Freigabe sollte rasch gehen).

Ich freue mich über Feedback, Hinweise zu den Listen usw.

Abschließend ist es mir noch ein Anliegen, folgenden Punkt zu machen:
Es ist freilich unter keinen Umständen hinzunehmen, dass unsere Regierungen willfährig Drittstaaten vertraglich die Bespitzelung der Bürger zusichern, noch dass Facebook & Co Daten ihrer Nutzer zur Hintertür hinaus im großen Stil an alle möglichen Regierungen und „Interessenten“ aus der Wirtschaft verkaufen.
Es ist mir auch ein Anliegen, die Notwendigkeit für einen relevanten, europäischen Verschlüsselungsdienst zu deponieren. Die Involvierung von Verisign mit staatlichen Aufgaben schlägt ja schon dem Fass den Boden aus und spottet jeder Beschreibung.
Was wir tatsächlich brauchen, sind Budgets für eine Cyber-Unit der Polizei, dazu eine sorgsame Kontrolle – und insbesondere Medienkompetenz-Trainings … und zwar für Kinder, Jugendliche, deren Eltern (!!! – Verbote den Kindern gegenüber tun bekanntlich … nichts) und deren Lehrer. Wie viele Lehrer sind ihren Schülern diesbezüglich überlegen? Es ist ein Trauerspiel. Dabei merke ich in meinen Vorlesungen bei Anfang-Zwanzigern, dass das Interesse und das Engagement sehr groß sind, wenn diese einen Wissensvorsprung beim Vortragenden feststellen. Und ja, ich mag meine Vorlesungen und die Auseinandersetzungen mit jungen Nutzern .
Fazit: Wir haben Riesenbedarf in der Aufklärung, aber in der Aufklärung DER Bevölkerung – und nicht in der Aufklärung ÜBER DIE Bevölkerung. Alles klar?

Isabella Mader
about.me/othertwice

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Comments
6 Responses to “US Cloud Anbieter: oder der effiziente Selbstbedienungsladen”
  1. Infwiss sagt:

    Das ist eine gut recherchierte Zusammenstellung. Als Ergänzung vielleicht die folgenden Produkte, die meines Erachtens unbedenklich sind: CRM Mozilo (aus Deutschland) mozilo.de; Verschlüsselung CAcert mit Serverstandort Niederlande, Hauptsitz in Neusüdwales. cacert.org

    • wimblogger sagt:

      Vielen Dank, die Ergänzung ist in Arbeit. Habe via PN auch noch einige Ergänzungen erhalten und werde alle gemeinsam diese Woche einarbeiten. Danke für’s Zitieren auf infwiss.blogspot.com, pretioso-blog.com, ishpc.de und networkfinder.cc

  2. ishp sagt:

    Hat dies auf eMarketing 2.05 rebloggt und kommentierte:
    Geschrieben, weil ganz offensichtlich haarsträubende Irrtümer und Missverständnisse im Umfeld von Cloud, Hosting und sonstigen Infrastrukturdienstleistungen inkl. Big Data bestehen, die unangenehme rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen haben können.

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